In Menen wurden die Europameisterschaften im Aquathlon, Mittel Distanz Triathlon und Mittel Distanz Aquabike ausgetragen.
Beim Aquathlon am Freitagnachmittag wurde 1 km in einem Seitenarm des Flusses Leie geschwommen und dann 5 km auf einem 2,5 km Rundkurs durch die Innenstadt von Menen, der zweimal zu absolvieren war, gelaufen. Das angesagte Gewitter kam nicht, dafür fing es aber pünktlich zum Start der Altersklassenathleten an zu regnen. Da mit Neoprenanzug geschwommen werden konnte – die Kampfrichter hatten exakt 21,9 °C gemessen – war das nicht zu schlimm. Gestartet wurde in Startgruppen mit mehreren Altersklassen von einem Ponton als Wasserstart, nach 500 m wurde gewendet und dann musste man eine recht steile Treppe hochklettern, um in die Wechselzone zu gelangen. Olaf war zuerst dran und erwischt einen guten Start. Er kam als zweiter aus dem Wasser, vor ihm nur ein Brite und nach einem guten Wechsel ging er auf die Laufstrecke. Der spätere Sieger, ein Slowake, den Olaf schon von anderen Wettkämpfen kannte und schon als Sieger eingeplant hatte, überholte Olaf auf der zweiten Laufrunde. Der Regen hatte mittlerweile glücklicherweise wieder aufgehört. Kurz vor dem Ziel konnte Olaf dann den Briten überholen und sich mit nur zwei Sekunden Vorsprung den Vize-Europameister Titel sichern!
Kai startete ca. 30 Minuten später und kam direkt ins Gedränge nach dem Start. Die ganzen 100 m hatte sie mit einer anderen Athletin zu kämpfen, die neben ihr blieb und einen leichten Rechtsdrall hatte, so dass es permanent stressig war. Eine Dänin in derselben Altersklasse kam vor ihr aus dem Wasser. Endlich in der Wechselzone saß der Neoprenanzug an Unterarmen und Waden wie angeklebt und ließ sich nicht abstreifen, so dass das Ausziehen sehr lange gedauert hat. Kai hat hier eine Platzierung verloren. Beim Lauf musste Kai zwei weitere Britinnen ziehen lassen, so dass nachher Platz 5 auf der Ergebnisliste stand. Nicht zu schlecht für das bisschen Lauftraining, dass für Kai in diesem Jahr nur möglich war.

Am Sonntagmittag startete Kai dann beim Aquabike über 1,9 km Schwimmen und 88 km Radfahren. Das Wetter war recht gut, trocken und sonnig, aber mit frischem Wind. Zum Glück gab es einen Rolling Start vom Ponton (mit Sprung), so dass die Keilerei im Wasser ausgefallen ist und Kai in Ruhe schwimmen konnte und die schnellste Schwimmzeit der AK erreicht hat. Geschwommen wurde wieder in der Leie, leider wieder mit Neoprenanzug, jedoch diesmal nicht im toten Seitenarm, sondern erst ca. 500 m mit der Strömung, dann gegen die Strömung zurück und die letzten 400 m wieder mit der Strömung und auch hier wieder eine Steile Treppe nach oben. Diesmal hat der Wechsel gut geklappt und Kai ging auf die fast flache und technische „Radrunde“, die zwei Mal gefahren werden musste. In der Runde gab es 5 Wendepunkte, eine lange Gerade mit Gegenwind und leicht bergauf und je eine kleinen Runde in zwei Dörfern und einer etwas Größeren in der Innenstadt von Menen. In Menen und den Dörfern wurden die Sportler kräftig angefeuert. Kai wurde nach ca. 20 km von der späteren Siegerin der AK überholt, konnte dann aber lange in Sichtweite dranbleiben, bis sie dann ca. bei km 50 abreißen lassen musste. Erstaunlicherweise, trotz der vielen Teilnehmer wurde fair gefahren, nur bei den Profi-Männern, die zu Beginn der ersten Runde an Kai vorbeizischten, sah es so aus, als ob die 12 m Abstand evtl. nicht durchgehend eingehalten wurden. Mit nur 1:03 Minuten Rückstand auf die Erste kam Kai als Zweite ins im Vergleich zum Triathlon eher unspektakuläre Aquabike-Ziel, man fuhr über eine Ziel Linie, kein Zielbogen, kein Teppich o. ä., aber zum Glück eine eigene Zielverpflegung. Dank Live Ergebnissen im Internet war dann das Ergebnis schnell klar und es konnte auf die Erfolge angestoßen werden.

von Kai Sachtleber

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