
Was für ein Wochenende! Unsere Damen-Staffel hat beim Super-Sprint-Format in der 2. Bundesliga in Weimar am 28. Juni absolut alles gegeben und ein echtes Wechselbad der Gefühle durchgemacht. Es war heiß, es war chaotisch, und wir hatten extremes Materialpech – aber der Teamspirit war einfach überragend. Am Ende stand zwar nicht das erhoffte Ergebnis auf dem Papier, aber die Moral im Team hat absolut gestimmt.
Den Auftakt machte Sofie, die ein phänomenales Schwimmen zeigte und als starke Zweite aus dem Becken stieg. Beim Wechsel passierte dann leider das erste Missgeschick. Beide Gummibänder an den Radschuhen rissen ab und die Pedale standen falsch. Dadurch verpasste Sofie die erste Radgruppe knapp. Alleine im Wind und bei der extremen Hitze kostete das enorm viel Kraft, doch sie biss sich durch und übergab an Meret an vorletzter Position.
Meret erwischte dank der super Kühlung durch Wolfgang und Eva – danke für die Eiswürfel und nassen Handtücher! – einen guten Start. Nach einem schnellen Schwimmen lief es auf dem Rad richtig rund. Sie nahm die scharfen Kurven sauber, baute den Vorsprung nach hinten aus und kam sogar der vorderen Gruppe näher. Beim anschließenden Laufen machte ihr die Hitze von knapp 40 Grad sehr zu schaffen, aber sie schickte Malin nach einem guten Lauf hochmotiviert auf die Strecke.
Malin war eigentlich unsere Geheimwaffe auf dem Rad, um die Lücken nach vorne zuzufahren. Doch dann schlug das Pech gnadenlos zu: ein Platten, den sie kurz vorm Radaufstieg merkte. Mental war das natürlich ein riesiger Rückschlag. Sie musste sich zunächst erkundigen, ob sie ein Fahrrad einer Teamkollegin nutzen darf und dann den ganzen Weg wieder zurück in die Wechselzone laufen. So sprang sie auf das viel zu kleine Rad von Meret, was auf der technisch anspruchsvollen Strecke fahrtechnisch extrem schwierig zu fahren war und die Oberschenkel zum brennen brachte. Im Anschluss biss sie sich beim Laufen durch, wobei ihre Beine extrem schwer waren.
Als letzte Starterin ging Hannah wegen des Defekts mit ordentlichem Rückstand ins Rennen. Davon ließ sie sich aber nicht beirren: Das Schwimmen lief super flüssig und voll im Rhythmus. Auf dem Rad drückte sie ordentlich aufs Tempo, nahm die Kurven technisch sauber und machte wieder Meter gut. Beim abschließenden Laufen war dann nach der Aufholjagd und der Hitze – sowohl im Kopf als auch in den Beinen – komplett die Luft raus, obwohl sie weiß, dass sie eigentlich deutlich stärker laufen kann.
Fazit des Rennens: Ohne den Defekt wäre in Weimar definitiv mehr drin gewesen! Für Hannah und Malin war es zwar ein verdammt hartes Debüt in der 2. Bundesliga, aber das Format hat trotz aller Probleme riesigen Spaß gemacht.
Text: Charlotte Friedrich