Erstmal in der Liga ankommen und schauen, was geht“ – mit diesem Motto startete unsere zweite Damenmannschaft im vergangenen Jahr in ihre erste Saison in der Regionalliga. Dass aus dem „Ankommen“ schnell ein „Wir mischen oben mit“ werden würde, hätte wohl niemand im zehnköpfigen Team um die Leiterinnen Marie Wieneke und Malin Sitzmann erwartet. Die Saison begann mit einer bunt gemischten Truppe: Von Triathlon-Rookies bis hin zu erfahrenen Langdistanzlerinnen war alles dabei. Das Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen, war realistisch – allerdings alles andere als selbstverständlich.

Das erste Rennen führte nach Hamburg-Bergedorf zu einem Teamsprint. Am Start standen Malin, Sara, Marie und Hannah. Als erste Mannschaft ins Wasser gegangen, absolvierten sie ein solides Schwimmen. Auf dem Rad fuhren die meisten erstmals in einer engen Gruppe – überraschend gut, wie die späteren Zeiten im Vergleich zu den anderen Teams zeigten. In der zweiten Wechselzone wurde klar, dass die Laufaufstellung kurzfristig angepasst werden musste. Mit viel Teamgeist erreichten die Vier am Ende einen beachtlichen 10. Platz.

Voller Motivation ging es Anfang Juli nach Itzehoe. Dort stand ein gemeinsames Wochenende mit den Regionalliga-Herren und den Damen der 2. Bundesliga an. Am Samstag noch als Zuschauerinnen am Streckenrand, hieß es am Sonntagmorgen selbst: „Vollgas!“ Gefordert war ein Enduro-Format – komplettes Neuland für alle. Je zweimal mussten 400 m Schwimmen, rund 8 km Rad und 2,5 km Laufen absolviert werden. Mit lautstarker Unterstützung vom Streckenrand erkämpften sich Freddy, Nina, Hannah und Marie starke Einzelergebnisse und Platz sieben in der Tageswertung.

Rostock wurde zum Highlight der Saison. Für Malin, Rosa und Nina ging es an die Ostsee, wo ein Team-Supersprint wartete: Jede Athletin musste nacheinander 300 m Schwimmen, 6 km Radfahren bei strömendem Regen und einen 1,5 km Lauf absolvieren. Mit der Unterstützung der mitgereisten „Bären“, die später selbst an den Start gingen, gelang den Mädels ein großartiger Sieg – genauso wie dem Regio-Herrenteam.

„Wir sind definitiv angekommen in der Liga und mischen jetzt so richtig mit!“ Mit diesem neuen Motto ging es weiter an den Silbersee nach Stuhr. Dort stand die Olympische Distanz auf dem Programm. Mit Elke, Alena und Malin waren erfahrene Athletinnen dabei, für Hannah war es die Premiere über diese Strecke. Mit so viel Routine um sich herum lief es jedoch wie am Schnürchen: Alle vier finishten dicht beieinander mit starken Leistungen und landeten mitten unter Profiathletinnen auf Platz zwei in der Tageswertung.

Das große Finale stieg daheim in Bad Zwischenahn. Das Wetter am Samstag zeigte sich wechselhaft: zwar trocken von oben, aber windig mit hohem Wellengang. Dennoch meisterte das Team den Swim & Run über 500 m Schwimmen und 3 km Laufen souverän. Mit diesem starken Vorlauf starteten die Damen am Sonntag in den Teamsprint – allerdings mit einem Rückstand von 2:24 Minuten. Schon nach der Hälfte der Schwimmstrecke wurde das Team aus Büdelsdorf eingeholt. Nach einem blitzschnellen Wechsel von Rosa ging es auf die 27 km lange Radstrecke, eine der großen Stärken des Teams. Auch den Lauf begannen die Vier zunächst geschlossen, mussten aber nach einer Runde Rosa fallen lassen, die zuvor auf dem Rad enorm gearbeitet hatte. Mit mehr als drei Minuten Rückstand auf die Spitze war schnell klar: Der zweite Platz ist gesichert! Zwar kam Büdelsdorf auf der Laufstrecke näher, doch Malin, Nina und Hannah ließen sich nicht mehr stoppen. Getragen von der Atmosphäre und einem breiten Lächeln überquerten sie die Ziellinie.

Die Saison war ein voller Erfolg. Neben den sportlichen Ergebnissen sammelte das Team wertvolle Erfahrungen – sowohl die jungen Athletinnen als auch die erfahreneren, die ihre erste Regionalliga-Saison bestritten. Alle wuchsen über sich hinaus, und das Potenzial in dieser Mannschaft ist noch lange nicht ausgeschöpft. Dass am Ende nur ein Punkt zum Podium in der Endtabelle fehlte, geriet schnell zur Nebensache.

Ein riesiges Dankeschön geht an unsere Teamleiterinnen, die im Hintergrund alles organisiert und möglich gemacht haben.

Text: Hannah Meyer (ed. Conny Kranczioch)

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