
Olaf und Kai waren bei den Altersklassen-Triathlon-Europameisterschaften (Distanz 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen) am 13.06.2026 in Tarragona (Spanien) am Start. Das Rennen fand bei hochsommerlichem, sonnig-heißem Wetter am Hafen von Tarragona in Katalonien (Spanien) statt.
Geschwommen wurde im Mittelmeer, aber im Hafen von Tarragona mit Wasserstart von einer Art Ponton, in verschiedenen Startwellen für die Altersklassen. Olaf war bereits in der ersten Startgruppe (Männer ab AK 45 bis 59) dran. Der Kurs war ein Rechteck, das einmal zu schwimmen war, vor der Kulisse einiger riesiger Luxusjachten, von denen angeblich eine Steven Spielberg gehören sollte. Das Wasser war spiegelglatt und mit 23,6 °C angenehm, natürlich wurde ohne Neo geschwommen. Unter den ersten 10 der Startgruppe verließ Olaf das Hafenbecken über die Treppe, die eigens für den Schwimmausstieg installiert worden war. Sofort anschließend befand sich eine Kurve, auf der einige Sportler wegrutschten; auch Olaf konnte einen schmerhaften Sturz nur knapp vermeiden. Nachdem er den recht langen Weg durch die Wechselzone absolviert hatte und auf sein Rad aufstieg, musste er jedoch feststellen, dass sein Hinterrad komplett ohne Luft war. Er schob das Rad zurück in die Wechselzone, um dort festzustellen, dass das Ventil aufgeschraubt war – offenbar war beim morgendlichen Aufpumpen vor dem Rennen vom Radservice vergessen worden, das Ventil richtig zuzudrehen! Schnell wurde aufgepumpt und Olaf konnte das Rennen fortsetzen, war jedoch mittlerweile letzter seiner Startgruppe. Er konnte dann beim Radfahren und Laufen diverse Sportler seiner Altersklasse ein- und überholen und sich wieder auf den 27. Platz vorarbeiten, allerdings war der Spaß natürlich etwas abhandengekommen. Seine Endzeit war 1:12.27.
Kai startete 40 Minuten später und kam als vierte der Startgruppe (Frauen 45 bis 59) aus dem Wasser, hatte einen schnellen Wechsel und konnte kurz nach dem Radausstieg eine Österreicherin überholen. Der Radkurs war eine lange Wendepunktstrecke, die technisch kaum anspruchsvoll war, aber einige leichte Hügel und auch zwei sehr steile Rampen enthielt. Eigentlich war es ein Rennen mit Windschattenfreigabe, aber Kai war allein. Nach der ersten Rampe kamen die beiden Führenden der Startgruppe in Sicht. Kai konnte erst am Ende der Radrunde an beide aufschließen und stellte fest, dass beide in jüngeren Altersklassen waren.
Auf den abschließenden 5 km Laufen im Hafen auf Asphalt und Granitpflaster mit drei Wendeunkten pro Runde wurde es dann sehr heiß, aber es gab reichlich Wasserstellen zum Abkühlen. Kai wurde in der zweiten Runde leider noch von einer Britin überholt. Eine weitere Britin, von der eigentlich auch eine schnelle Laufzeit zu erwarten war, konnte aber nicht mehr aufschließen, sodass Kai die Silbermedaille gewann.
Wettkampfbericht: Kai Sachtleber