
Am ersten Wochenende im September stand für die 1. Damenmannschaft des 1. TCO „Die Bären“ das große Saisonfinale der 2. Triathlon-Bundesliga in Hannover auf dem Programm. Am Maschsee ging damit das fünfte und letzte Rennen der Saison über die Bühne. Für das Team war es zugleich der Abschluss einer ereignisreichen Saison, die von einigen Herausforderungen und Ausfällen geprägt war.
Mit Greta König, Marie Grabbe und Eva-Sophie Detmers gingen im Finale lediglich drei Athletinnen für die Bären an den Start. Charlotte Friedrich fiel wegen einer Erkältung aus und es gab keine anderen Ersatzstarterinnen. Entsprechend groß war die Spannung vor dem Rennen – schließlich musste jede Starterin ihre Leistung ins Ziel bringen, um als Team gewertet zu werden.
Besonders Eva hatte sich im Vorfeld auf das Rennen gefreut. „Ich habe mich schon auf dieses Rennen gefreut, da es das Finale der zweiten Bundesliga-Serie war. Die Strecke am Maschsee finde ich immer mega toll zum Laufen und die Stimmung ist großartig, weil man viele bekannte Gesichter am Streckenrand sieht.“ Sportlich lief es für sie allerdings nicht ganz nach Wunsch. Nach dem Schwimmen kam sie etwas weiter hinten aus dem Wasser und konnte dadurch nicht mehr zur ersten Radgruppe aufschließen. In der zweiten Gruppe konnte sie ihre Position anschließend jedoch halten. Trotz des nicht ganz erhofften Ergebnisses überwog am Ende die Freude über das Rennen: „Auch wenn das Ergebnis nicht ganz wie erhofft war, hat es sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich schon aufs nächste Jahr.“ Mit Blick auf die gesamte Saison zieht Eva trotz der schwierigen Umstände ebenfalls ein positives Fazit: „Ich denke, dass unser Teamergebnis angesichts der Ausfälle und Krankheitsfälle ganz zufriedenstellend ist und hoffe, dass im nächsten Jahr alles etwas glatter läuft.“
Für Greta König war der Start zu dritt eine mentale Herausforderung. „Ich war deswegen echt aufgeregt vor unserem Start!“ Auch der Schwimmstart hatte es in sich. „Es wurde ordentlich geprügelt, aber ich kam zum Glück relativ schnell da raus.“ Danach verlief das Schwimmen für Greta solide – insbesondere unter den Bedingungen mit Neoprenanzug. Auf dem Rad fand sie anschließend eine gute Gruppe, in der sie erfolgreich mitarbeiten konnte. Gemeinsam wurden weitere Athletinnen eingeholt. Auf der abschließenden Laufstrecke machte sich die Belastung dann bemerkbar. Schwere Beine und Knieschmerzen erschwerten den letzten Teil des Rennens. Die Stimmung rund um den Maschsee half jedoch dabei, die letzten Kilometer zu bewältigen. „Die super Stimmung auf der Strecke hat mich ins Ziel gepusht.“ Am Ende stand für Greta ein solides Rennen, mit dem sie zufrieden in die Off-Season gehen kann.
Von Beginn an schwierig war das Rennen für Marie Grabbe. Bereits beim Schwimmen hatte sie mit erheblichen Atemproblemen zu kämpfen und kam weit hinten aus dem Wasser. Auch auf dem Rad wurde die Situation nicht besser. Auf der Laufstrecke hieß es schließlich nur noch, sich Schritt für Schritt ins Ziel zu kämpfen. Marie gab trotz der gesundheitlichen Probleme nicht auf und erreichte das Ziel, wo sie anschließend von den Sanitätern behandelt wurde. Trotz des schwierigen Rennverlaufs bleibt ihr vor allem die Unterstützung entlang der Strecke in Erinnerung: „Wie schon im letzten Jahr war die Stimmung am Streckenrand sooo toll. Das hat mir noch einmal extra Kraft gegeben.“ Mit ihrem Rennen war Marie verständlicherweise nicht zufrieden: „Insgesamt war es leider kein so guter Wettkampf, aber ich bin stolz, dass ich es trotz des Asthmaanfalls ins Ziel geschafft habe.“
Mit dem Rennen am Maschsee endet für das Damen-Team des 1. TCO „Die Bären“ eine Saison mit Höhen und Tiefen. Nach fünf Rennen steht das Team in der Gesamtwertung auf dem 11. Platz. Angesichts mehrerer Ausfälle und Krankheitsfälle im Saisonverlauf fällt das Fazit dennoch zufriedenstellend aus. Nun geht der Blick nach vorne. Nach der wohlverdienten Off-Season beginnt die Vorbereitung auf die kommende Saison. Marie Grabbe bringt die Motivation dafür auf den Punkt: „Jetzt heißt es, ordentlich über den Winter zu trainieren – und dann wird die nächste Saison umso besser!“
Text: Eva, Marie, Greta