
Bei ihrem zweiten gemeinsamen Wettkampf in dieser Saison erlebte unser Damenteam in der Regionalliga eine echte Achterbahn der Gefühle. Zwischen einem chaotischen Auftakt, bitterem technischem Pech und einer überragenden Hitzeschlacht kämpften sich die Mädels am Ende gemeinsam bis auf das Podium des Tages!
Schon das Schwimmen über 750 Meter sorgte für reichlich Trubel, denn das Startprozedere war mehr als ungewöhnlich: „Der Start war sehr verwirrend, da es keinen Countdown gab, sondern nur ein: Es geht jetzt los!“ Während Hannah und Rosa sichtlich verwirrt von dem Startsignal waren, ließen sich Meret und Nina davon nicht beirren: „Nina und ich sind den überwiegenden Teil der Schwimmstrecke zusammen geschwommen und haben den ersten Wechsel zusammen gemacht.“
Nach dem Wechsel folgte der bittere Rückschlag für Meret: Nach einem Sturz in der Wechselzone war ihr Rennrad so stark beschädigt, dass sie sich über die Strecke kämpfen musste und das Rennen dann nach dem Radfahren schweren Herzens abbrach. Das restliche Trio blies derweil zur Aufholjagd auf der 20 km langen Radstrecke am Deich. Allen voran Hannah, die nach dem unruhigen Schwimmen mächtig Druck auf die Pedale bringen musste, um ihren Rückstand aufzuholen. Das spürte auch Nina, die auf dem Deich ein starkes Rennen fuhr: „Hier konnte ich einige Konkurrentinnen überholen und wurde auch von einigen Leuten, unter anderem meiner Teamkollegin Hannah, überholt.“ Rosa fand ebenfalls sofort einen super Rhythmus, hielt aber taktisch klug noch wertvolle Körner für den späteren Lauf zurück: „Ich konnte gut Tempo aufbauen und das auch halten.“
Die Entscheidung fiel beim Laufen in der absoluten Mittagshitze. Während Rosa mit dem aufgewirbelten Schotter kämpfte und Nina sich sichtlich durchbeißen musste, entwickelte sich ganz vorne um Hannah ein kleiner Kampf um die Top-Plätze: „Zwei Mädels vom Heikotel Tri Team und ich haben uns bis Kilometer 4 etwas gebattelt, dann konnte ich mich aber mit dem Wissen, dass ein Zielsprint bei der Strecke kaum möglich war, absetzen und mit einem guten Vorsprung über die Ziellinie laufen.“ Damit stand der 4.Platz für Hannah in der Gesamtwertung fest. Nur wenig später machten Nina auf Platz 21 und Rosa direkt dahinter auf Platz 22 den Sack zu. In der Teamwertung reichte diese geschlossene Mannschaftsleistung für Platz 3 und den sensationellen Sprung auf das Podest! Auch Meret zog am Ende ein positives Fazit: „Trotz defektem Rad freue ich mich natürlich über die super Teamleistung!“
Text: Hannah Meyer