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Zoncolan, Kraichgau, Bokeloh

Wahl der Waffen

Wer sein Rennrad liebt der schiebt

Für gewöhnlich liest man an dieser Stelle von Heldentaten, gewonnenen Meisterschaften und außergewöhnlichen Leistungen. Den üblichen Triathlonkram eben. Vielleicht ist es auch deshalb mal an der Zeit, die Geschichte eines grandiosen Scheiterns zu erzählen. Und sei es auch nur als Warnung an diejenigen, die ihn auch auf der Liste der Dinge haben, die sportlich noch zu erledigen sind. Es geht um den Monte Zoncolan. Einen Pass in den Julischen Alpen. Vergleichsweise lächerliche 1750m hoch. Dafür aber regelmäßig Bestandteil des Giro d'Italia. Und das hat seinen Grund! Der Zoncolan, insbesondere die Westauffahrt, gilt als das Schwierigste, was die drei großen Rundfahrten zu bieten haben. Extrem steil, die meisten der 8 Kilometer haben über 14%, viele mehr als 20% Steigung. In Erfahrungsberichten, beispielsweise auf quäldich.de, heißt es über das Monster: "... mit zwei Kettenblättern nicht zu befahren, mit Dreifach schon am absoluten Limit gewesen..." oder "...für normale Bergfahrer nicht zu schaffen..." Selbst von den Profis des Giros wird berichtet, sie ließen sich für die Zoncolan-Etappe Mountainbike-Ritzel montieren. Der Bericht in der Tour ist mit "Steil, steiler, Zoncolan" überschrieben.
All das wusste ich natürlich auch, bevor ich mich in dramatischer Selbstüberschätzung morgens im kleinen Städtchen Tolmezzo auf den Weg mache. Sanfter Rückenwind schiebt mich schnell die ersten Kilometer über die noch kaum erwähnenswerte Steigung zum eigentlichen Ausgangspunkt der Schinderei nach Ovaro. Dort zweigt die Straße rechts ab, wird zum Sträßchen und legt gleich ordentlich an Steigung zu. Aber das ist noch machbar. Selbst mit meiner Kompaktkurbel und der 25/11 Kassette. Nur, was der Autor an dieser Stelle noch nicht wusste: Das war noch nicht der wirkliche Beginn des Anstiegs. Das Tor zur Hölle öffnet sich erst nach einem kurzen Flachstück hinter dem Örtchen Liariis.
Dort markiert ein erstes von etlichen postergrossen Schildern den Beginn des Leidenswegs. Bis zum Gipfel werden die Photos der Radsportlegenden von Merxx über Coppi bis Pantani den Fahrer begleiten. Man kann sie als Ansporn sehen aber auch als hämischen Beleg für die eigene Schwäche.
Der Zoncolan gönnt einem jedenfalls keinen Meter Gnade, sprich Eingewöhnungszeit. Es geht sofort zur Sache. Das rot-weiße Dreieck verspricht 14% Steigung. Nach jeder Kurve bete ich für ein paar Meter flaches Terrain. Keine Chance. Das Miststück ist erbarmungslos und legt sogar noch zu. Der Tacho zeigt längst Schritttempo, der Puls schlägt unter der Schädeldecke, die Kurbel läßt sich nur noch mit äußerstem Kraftaufwand bewegen. Ständig geht das Vorderrad hoch. Nur im Wiegetritt oder mit Gewichtsverlagerung nach vorn kann Kurs gehalten werden.
Vielleicht war akuter Mangel an Asphalt der Grund für die italienischen Straßenbauer den Weg zum Gipfel möglichst direkt zu wählen. Ich weiß es nicht. Mir wird nur relativ schnell klar, dass ich diese Schinderei nicht bis zur Passhöhe durchhalte. Nicht mit dieser Übersetzung. No way! Also runter vom Rad. Jetzt muss eine Entscheidung her: Umkehren oder per Pedes zum Gipfel? Ich entscheide mich für den Fußmarsch. Denn ich will dem verfluchten Berg nicht auch noch den totalen Triumph gönnen.
Für ein paar Passagen wage ich mich sogar wieder in den Sattel. Und es gibt tatsächlich auch noch ein etwas längeres Flachstück. Drei unbeleuchtete, einspurige Tunnel erwarten einen dort. Dann empfängt mich endlich die Passhöhe. Unspektakulär, von einer modernen Rennradfahrerskulptur mal abgesehen. Kein Platz, an dem man gern länger verweilt. Gibt ja auch nicht wirklich was zu feiern. Also auf der Ostrampe wieder runter. Für lebensmüde Draufgänger ein Hochgenuss. Für Panikbremser der reinste Horror. Außerdem stellt man fest, dass dieser Weg auf den Zoncolan der einfachere gewesen wäre. Vielleicht beim nächsten Mal. Denn wir sind noch nicht miteinander fertig, dieser Berg und ich. Aber dann komme ich gleich mit dem Mountainbike oder investiere in ein neues Schaltwerk samt Ritzelpaket (32er!!!). Die Ehre, den Zoncolan bezwungen zu haben ist es wert.

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Vielleicht hätte es damit geklappt?! . . .



Bären/innen unterwegs im Kraichgau ― IM 70.3 ― DM Mitteltriathlon

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Vergangenen Sonntag machten sich 4 Bären/innen auf den Weg ins wunderschöne Kraichgau um am legendären 70.3 IM teilzunehmen. Dieser Wettkampf war erstmals als IM 70.3 und gleichzeitige Deutsche Meisterschaft auf der Mitteldistanz ausgeschrieben. Für die schnellsten jeder AK ging es um Qualifikationsplätze für die WM Mitte August in Zell am See.

Die vier Oldenburger Bären Achim Groenhagen, Frank Hinrichs, Talea Babbel und Elke Wessels gingen mit ganz unterschiedlichen Erwartungen an den Start. Für Achim hieß es ganz klar Quali für die WM, Frank nahm diesen Wettkampf als Formcheck für seinen Start beim IM Frankfurt in 4 Wochen. Bei den Frauen war die Zielsetzung eine ganz andere; für Elke hieß es  mal 70.3 IM Luft zu schnuppern, für Talea war es der erste Start über eine Mitteldistanz.

Um 9.00Uhr fiel am Sonntag der erste Startschuss für die Profis, danach folgten in Wellen die Agegrouper. Geschwommen wurde eine Runde im wunderschönen Hardtsee, gefolgt von einer anspruchsvollen Radrunde gespickt mit 1000 Höhenmetern und engen Kurven, wo es dann abschließend auf einem 3 Runden Parcour quer durch den Kurort Bad Schönborn ging. Erstmalig in dieser Saison brauchte kein Triathlet an diesem Sonntag frieren, es herrschten an diesem Tag 32°C.

Die 4 Athleten waren bestens auf die Rennstrecken eingestellt, soll heißen; Bergritzel und Salztabletten im Gepäck!! Durch eine hervorragende  Rad- und Laufleistung  sicherte sich Achim mit einer Zeit von 4:19h den 1. Platz in seiner AK, wurde Deutscher Meister und löste das Ticket zur WM 70.3. Frank kämpfte sich beim Schwimmen durch das Männerfeld, auf dem Rad zeigte er gewohnt seine Stärke, machte einige Plätze gut. Beim anschließenden HM ging es für ihn noch weiter nach vorne, am Ende des Wettkampf´s blieb die Uhr nach 5:18h stehen. Als Resümee dieser MD kann man sagen; die Trainingsform passt, Frankfurt kann kommen! Die Frauen machten beide ein beherztes Rennen. Durch den separaten Frauenstart  gab es im Wasser kein Gedrängel und Gehaue, so dass Elke mit einer sehr guten Splitzeit aus dem Wasser kam. Kurze Zeit später folgte Talea. Auf dem Rad mussten beide einige Konkurrentinnen ziehen lassen. Talea lief einen sehr guten HM und machte dadurch noch ein paar Plätze wieder gut. Elke beendete den Wettkampf in einer Zeit von 5:56h und Talea von 6:09h. Alle Bären/innen waren von der Wettkampforganisation und Stimmung am Straßenrand sehr zufrieden; eine gelungene Veranstaltung, vielleicht starten sie im nächsten Jahr wieder.
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Bärennachwuchs in Bokeloh am Start

Zweimal erste Plätze

Dieses Jahr zeigte sich in der Bokeloh der Wettergott nicht gerade gnädig mit den Athleten. Heftige Hagelschauer auf der Radstrecke und sehr kühle Temperaturen sorgten dafür, dass etliche Wettkämpfer/innen nicht nur aus sportlicher Sicht an ihre Grenzen stießen. Für die einzigen warmen Augenblicke des Tages sorgte das mit 27°C gut geheizte Freibad.

In der Jugend B über die Distanz von 400 schwimmen, 11 km Radfahren und 2,7 km Laufen konnten sich trotz aller Widrigkeiten Joshua Köntje und Helen Eichholz gegen ihre Konkurrenz durchsetzen. Joshua konnte mit zweitbesten Schwimmzeit, der besten Rad- und Laufzeit in 33:36 min. finishen und mit fast 3 min. Vorsprung das oberste Siegertreppchen erklimmen. Helen hingegen machte von Anfang an die Sache klar: jeweils die besten Schwimm-, Rad- und Laufsplits sicherten ihr in genau 40:00 min. den ersten Platz.

Beim Swim&Run (200m - 1000m) gingen derweil Felix Dierking und Jannis Pieper in der Klasse Schüler A an den Start. Felix belegte hier in 7:56 min. den Dritten und Jannis in 8:34 min. den sechsten Platz. Esther Eichholz konnte bei den Schülerinnen C den fünften Platz erringen.


Triathlon-Landesliga in Bokeloh

Vordere Plätze in der offenen Wertung

Zu bewältigen waren 700m Schwimmen auf einer 50m-Bahn, 21,1 km Radfahren sowie 5,4 km Laufen. Zwischen den einzelnen Disziplinen waren im Bokeloher Freibad längere Strecken zu Fuß zu bewältigen. Die hügelige, für oldenburger Verhältnisse schon bergige Radstrecke war leider nicht für den Autoverkehr gesperrt und der Überholverkehr von hinten und vorn ist immer ziemlich unangenehm. Der Einstieg in die abschließende Laufstrecke verläuft über eine Treppe mit 30 Stufen, die Laufstrecke selbst ist flach und schnell zu laufen.

Das Frauenteam der Oldenburger Bären mit Nantke Bonsack, Lena Albers, Daniela Beinkofer und Rosanna Leistikow zeigten eine geschlossene Leistung. Als erste der „Bärinnen“ finishte Nantke in 1:17:39 Std. Stunden auf dem 12. Platz, dahinter auf Platz 29 Lena in 1:21:07 Std., Daniela auf Platz 49 in 1:25:22 Std. und Rosanna auf Platz 64 in 1:28:05 Std. und konnten in der Tagesplatzierung den 10. Platz von 18 Teams erringen.

Bei den Männern der Landesliga liefen im Bärendress Daniel Barth (Platz 143 in 1:15:45 Stunden), Sören Jaspers (Platz 148 in 1:15:56 Stunden), Mathias Ehrentraut (Platz 153 in 1:16:06 Stunden), Gerd Logemann (Platz 184 in 1:17:39 Stunden), Julian Gehrels (Platz 211 in 1:19:00 Stunden), Hans Christian von Steuber (Platz 263 in 1:23:24 Stunden) und Heiko Wittje (Platz 275 in 1:25:24 Stunden) über die Ziellinie. Dies bedeutete in der Tageswertung Platz 29 von 38 gestarteten Teams. Jetzt heißt es Gas geben damit der angestrebte Mittelplatz in der Landesliga erreicht werden kann.
In der offenen Wertung gingen bei den Männern aus Bärensicht Moritz Babbel, Jens Kankel, Jasper Austermann und Günter Witte an den Start. Moritz lieferte ein sehr gutes Rennen ab und wurde 1:04:56 Std. erster der Jugend A. Jens lief in 1:15:13 Std. (21. Platz TM45) dicht gefolgt von Jasper (1:15:19 Std., 7. Platz Jugend A) über die Ziellinie. Günter Witte konnte in 2:03:37 Std. finishen und gewann die TM80.

Etliche Treppchenplätze gingen auch wieder an die „Bärinnen“. Kai Sachtleber (1:14:07 Std.) und Antje Günthner (1:17:04 Std.) machten die Plätze 1 und 2 in der TW40 unter sich aus. In der TW45 konnte sich Britta Hinrichs den zweiten Platz in 1:14:16 Std. und Antje Praeger den vierten Platz (1:18:28 Std.) erkämpfen. Auch Rieke Bonsack lieferte ein sehr gutes Rennen ab und wurde in der TW18 in 1:18:01 Std. mit dem dritten Platz belohnt.

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Der 30. Bärentriathlon findet
am 22./23. August 2020 in
Bad Zwischenahn
statt

 
 
 
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