
Beim dritten Rennen der 2. Triathlon-Bundesliga hat das Leifert Induction Tri-Team Die Bären Oldenburg der Männer seine bislang stärkste Saisonleistung gezeigt. Nach den beiden Auftaktrennen über die Supersprint-Distanz stand in Verl erstmals die Sprintdistanz mit 750 Metern Schwimmen, 20 Kilometern Radfahren und 5 Kilometern Laufen auf dem Programm. Bei hochsommerlichen Temperaturen überzeugte das Oldenburger Team mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und belegte am Ende den 11. Platz.
Für das Leifert Induction Tri-Team Die Bären Oldenburg gingen Jesse Hinrichs, Finn von Schmeling, Leo von Schmeling, Sam Strohmeier und Mikkel Grotelüschen an den Start. Das Rennformat der Triathlon-Bundesliga unterscheidet sich deutlich von klassischen Triathlon- Wettkämpfen. Während Windschattenfahren im Breitensport normalerweise verboten ist, gehört es in der Bundesliga zum festen Bestandteil des Wettkampfs. Dadurch gewinnen vor allem das Schwimmen und ein schneller erster Wechsel vom Wasser auf das Rad enorm an Bedeutung, um den Anschluss an die entscheidenden Radgruppen zu halten.
Mikkel Grotelüschen stellte erneut seine starke Schwimmform unter Beweis und verließ das Wasser als Gesamt-Dritter. Besonders beeindruckend war dabei die geschlossene Mannschaftsleistung der Oldenburger bereits im ersten Wettkampfabschnitt: Jesse Hinrichs, Leo von Schmeling und Sam Strohmeier folgten Mikkel Grotelüschen mit einem Rückstand von weniger als 20 Sekunden. Finn von Schmeling kam lediglich 35 Sekunden nach der Spitze aus dem Wasser und schloss durch eine starke Anfangsphase auf dem Rad schnell wieder zur ersten Radgruppe auf. Die geringen Zeitabstände im Schwimmen unterstreichen die hohe Leistungsdichte und Homogenität innerhalb des Oldenburger Teams. Gemeinsam gelang den Oldenburgern zunächst der Sprung in die Spitzengruppe. Nachdem sich auf der Radstrecke zwei große Gruppen zusammengeschlossen hatten, absolvierten rund 45 Athleten gemeinsam den anspruchsvollen Rundkurs mit einem Durchschnittstempo von etwa 48 km/h.
Jesse Hinrichs zeigte dabei ein taktisch nahezu perfektes Rennen. Mit seiner Erfahrung aus der 1. und 2. Triathlon-Bundesliga positionierte er sich konstant im vorderen Bereich des Feldes, übernahm wichtige Führungsarbeit und bewahrte in den engen Situationen des dichten Fahrerfeldes stets die Übersicht. Weniger glücklich verlief das Rennen für Mikkel Grotelüschen. Nachdem er bereits beim Bundesliga-Rennen in Weimar unverschuldet zu Fall gekommen war, erwischte es ihn auch in Verl erneut. Nach einer Berührung der Räder mit einem anderen Athleten stürzte er. Trotz des Rückschlags setzte er das Rennen fort, verlor jedoch den Anschluss an die Spitzengruppe und musste den Radabschnitt in der zweiten Verfolgergruppe beenden.
Die anschließende medizinische Untersuchung brachte leider Gewissheit: Mikkel Grotelüschen hatte sich beim Sturz das Handgelenk gebrochen. Damit fällt er voraussichtlich mindestens drei Wochen aus und kann in dieser Zeit insbesondere seine Paradedisziplin, das Schwimmen, nicht wie gewohnt trainieren.
Auf der Laufstrecke verlangten die hohen Temperaturen den Athleten alles ab. Besonders gut kam Jesse Hinrichs mit den schwierigen Bedingungen zurecht. Nach dem kräftezehrenden Radfahren, bei dem er zuvor viel Führungs- und Tempoarbeit geleistet hatte, ging er kontrolliert und souverän auf die abschließenden fünf Kilometer. Mit einer herausragenden Laufzeit von 15:31 Minuten setzte er ein weiteres Ausrufezeichen und belohnte sich mit einem starken 6. Platz in der Tageswertung. Finn von Schmeling belegte Rang 40, Sam Strohmeier erreichte Platz 48, Leo von Schmeling Platz 49 und Mikkel Grotelüschen komplettierte das Mannschaftsergebnis auf Rang 58.
Mit Platz 11 in der Tageswertung setzte das Leifert Induction Tri-Team Die Bären Oldenburg seinen positiven Entwicklungstrend fort. Die Athleten sammeln wertvolle Erfahrungen in der zweithöchsten deutschen Triathlon-Liga und finden sich von Rennen zu Rennen besser im schnellen und taktisch anspruchsvollen Bundesliga-Format zurecht.
Mit den beiden verbleibenden Rennen in Grimma und beim Saisonfinale in Hannover möchte das Team die positive Entwicklung fortsetzen und weitere wichtige Punkte für den angestrebten Klassenerhalt in der 2. Triathlon-Bundesliga sammeln.
Text: Wolfgang Grotelüschen