Am Sonntag den 12.07. ging es sowohl für das Frauen- als auch das Männer Leifert Induction Triathlon Team Die Bären Oldenburg zum dritten Wettkampf der diesjährigen Saison nach Verl. Bei muckeligen Temperaturen sollten 750 m im See geschwommen, 20 km mit Windschattenfreigabe geradelt und abschließend 5 km gelaufen werden. Nach den beiden letzten Wettkämpfen im Sonderformat nun ein Wettkampf über die Sprintdistanz.

Gemeldet waren Sofie Lorenz (2008) und Greta König (2010) aus Lehrte sowie Eva Detmers (2008) und Rieke Bonsack (Teamleitung, 1997). Verstärkt wurden die vier durch Charlotte Friedrich (Teamleitung), die aufgrund längerer Krankheit diesmal leider nur als Support dabei war. Nur wenige Stunden vor dem Wettkampf standen die Starts von Eva und Sofie noch auf der Kippe. Eva hatte die letzten Wochen noch mit einer Fußverletzung zu kämpfen, sodass ihr Start noch mit einem gewissen Risiko verbunden war. Auch Sofie war die Tage vor dem Wettkampf noch gesundheitlich angeschlagen, entschloss sich aber an den Start zu gehen. So konnten wir sehr zur Freude der Teamleitung voll besetzt an den Start gehen. Ein Backup hätte es krankheits- und verletzungsbedingt nämlich nicht gegeben. Dazu Rieke: „Auf so einem Niveau mit der Mindestbesetzung zu starten ist immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Unvorhersehbares geschieht schnell und mit einem DNF im Ergebnis landet man ebenso schnell auf den letzten Plätzen und von denen wollen wir schließlich wieder weg.“

Trotz allem war die Vorfreude auf den Wettkampf bei allen Bärinnen groß. Gerade Greta blickte dem Wettkampf hoffnungsvoll entgegen. „Ich bin mit großer Vorfreude in das Rennen gestartet, da ich zwei Wochen zuvor bei den Deutschen Meisterschaften einen sehr guten Wettkampf hatte.“  Auch die Hitze schmälerte die Lust auf einen Wettkampf nicht. Selbst bei Rieke, die 15 Grad und Regen den knapp 30 Grad, die am Wettkampftag herrschten, jederzeit vorziehen würde.

Gestartet wurde mit allen Athletinnen gemeinsam. Trotz des relativ großen Starterinnenfeldes konnten sich alle Bärinnen aus dem größten Getümmel raushalten und kamen gut durch das Schwimmen. Lediglich Sofie war nicht ganz zufrieden. „Das Schwimmen war ganz solide, aber ich weiß, dass ich das eigentlich schneller und besser kann. Die letzten zwei Tage ging es mir einfach nicht gut, von daher war es okay.“

Eva gelang es, in die zweite Radgruppe zu kommen, mit der sie sich relativ bald zur ersten Radgruppe aufschloss. So konnte sie sich in eine gute Ausgangsposition für das abschließende Laufen bringen. Sowohl Greta als auch Sofie hatten beim Radfahren anfänglich ihre Schwierigkeiten. So wurden sie in der ersten von zwei Radrunden von Riekes Radgruppe eingesammelt, die sich aus mehreren Athletinnen gebildet hatte, die im hinteren Drittel aus dem Wasser gekommen waren. „Insgesamt hat unsere Gruppe ganz gut funktioniert, sodass wir die Lücke zu den vorderen Radgruppen immerhin ein wenig schließen konnten. Greta und Sofie zu sehen hat mich dennoch überrascht, da die beiden die besseren Schwimmerinnen sind und ich sie in einer der vorderen Radgruppen erwartet habe.“ In der zweiten Radrunde musste Sofie leider abreißen lassen, da sie mit Schwindel zu kämpfen hatte. Nach ein paar Metern Solo-Kampf ging nichts mehr, sodass sie das Rennen leider vorzeitig beenden musste. Sofie schätzt ihren Rennverlauf so ein: „Klar, DNF ist immer schade, aber bis dahin hat es einfach mega Bock gemacht! Manchmal muss man einfach auf seinen Körper hören und die Reißleine ziehen.“ (Sofie Lorenz)

Von Evas Verletzung war beim abschließenden Laufen glücklicherweise nichts mehr zu merken, sodass sie den Lauf schmerzfrei beenden konnte und sich ganz nebenbei mit einer großartigen Top-10-Platzierung belohnte. Evas Fazit: „Das Laufen hat unter den Umständen gut funktioniert. So hat es am Ende für den sechsten Platz gereicht und ich konnte mein Ziel einer Top-10-Platzierung erreichen.“ Auch für Greta lief das Laufen nach den anfänglichen Schwierigkeiten auf dem Rad unerwartet gut, sodass sie gemeinsam mit einer anderen Athletin ins Ziel lief und einen soliden 39. Platz belegen konnte. Rieke musste sich beim Laufen einer alten Rippenverletzung geschlagen geben und quälte sich mit Schnappatmung und Luftnot ins Ziel: „Ärgerlich im Wettkampf nicht das zeigen zu können, was man eigentlich kann.“, so Rieke. „Gerade weil es sich beim Laufen eh um meine schlechteste Disziplin handelt und ich mit den letzten Trainings eigentlich zufrieden war.“ Sie belegte schlussendlich den 48. Platz.

Im Großen und Ganzen ist das Team um Charlotte Friedrich und Rieke Bonsack mit dem etwas holprigen Wettkampf zufrieden. Wichtige Erfahrungen konnten gesammelt werden, die es nun in den kommenden Wettkämpfen umzusetzen gilt. Mit einem elften Platz in der Teamwertung geht es ebenfalls einen Schritt in die richtige Richtung. In der Gesamtwertung liegen die Bärinnen nach diesem dritten Wettkampf auf Platz 12. Jetzt heißt es die letzten beiden Wettkämpfe erneut anzugreifen, um noch ein paar Plätze in der Tabelle gutzumachen. Die Vorfreude und Motivation sind auf jeden Fall da. Besonders Eva ist nach diesem Wettkampf gespannt auf die kommenden Wettkämpfe. „Nach meinem sechsten Platz möchte ich auch gerne noch den Sprung in die Top 5 schaffen!“

Text: Rieke Bonsack