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St Peter Ording-Bremen-Breisgau

 

Bärenstarkes Wochenende - von St Peter Ording über Bremen bis Breisgau waren Erfolge garantiert


Das letzte Wochenende war für die Oldenburger Triathleten wieder ein erfolgreiches Wochenende aus sportlicher Sicht.

Beim 2.CityTriathlon in Bremen hatte der Sommer eine kleine Pause eingelegt. Schon früh am morgen durften die Athleten einen frischen sommerdauerregen genießen, der immer mal wieder pausierte. Als erstes gingen in der Überseestadt die Aktiven auf die Olympische Distanz an den Start. 1,5 km im 20,4° C frischen Hafenbecken, 40km per pedes durch die Überseestadt auf einem 10km Rundkurs und schließlich entlang der Weser Richtung Schlachte 10km als Wendepunktstrecke laufen. Straßenbahnschienen und immer wieder einsetztender Regen sorgten für eine knifflige Radstrecke. Als zusätzliche 4.Disziplin haben die Veranstalter die Wechselzone mit eingebaut. Vom Wasseraustieg über eine Leiter mussten knapp 500m zum Rad gelaufen werden!

Als Titelverteidiger mit der Startnummer 1 ging Carsten Niederberger (Foto) altins Rennen. Mit der schnellsten Schwimm- und Radzeit ging Carsten mit 3 Minuten Vorsprung auf die Laufstrecke. "Beim Laufen hatte ich keine Chance gegen den späteren Sieger, der startet 1. Bundesliga für Köln, und den Zweitplatzierten (Belgischer Halbprofi), sodass ich in sehr guten 2:00:06 Stunden gesamt 3. wurde. In der M30 reichte es zum Sieg," so der ernüchternde Kommentar von Carsten nach dem Rennen. Im Vergleich zum letzten Jahr war er immerhin 4 Minuten schneller. Als weitere Bären folgten Ullrich Franke auf Platz 8 in 2:07,15 Stunden (Platz 2 M40), Jens Nowak als 11ter in 2:08,27 Stunden (Platz 3 M40), Heiko Wittje als 144ter in 2:42,31 Stunden (Platz 10 M50) sowie Lena Alberts auf Platz 8 in 2:38,57 Stunden (Platz 3 M25).

Der Sprinttriathlon über 500 Meter Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen verlief über den gleichen Parcours. Die Athleten hatten jedoch hier mit dem Wetter Glück, den der Himmel war leer und die Sonne kam so langsam raus. Als schnellster der Bären lief Holger Ameling auf Platz 23 in 1:10,26 Stunden (Platz 2 M45) zufrieden ins Ziel. Ihm folgten Manfred Rebensburg auf Platz 141 in 1:22,22 Stunden (Platz 1 M65) sowie Marina Wallasch auf Platz 35 in 1.29,07 Stunden (Platz 4 W45).

 

Gegen den Wind Triathlon in St. Peter Ording

 

„Au weiah, sind die hoch!“ Das war der erste Gedanke von Andreas Schnur beim Blick auf die aufgewühlte Nordsee am Strand von St. Peter-Ording. Der Zweite: „Ein Duathlon wär doch auch ganz nett" Nach dem Rennen sagte er dazu nur: "Das Schwimmen entlang der Küstenlinie hat was von Achterbahnfahren, aber machte einen Heidenspaß".

Mit Tammo König war ein zweiter Bär am Start, dem das Wellenreiten in der Auftaktdisziplin ebenfalls viel Spaß machte. Nach den 1,5 km in der Nordsee standen noch 40 flache dafür aber sehr windige Radkilometer an und abschließend noch 10km laufen.

Auf der Radstrecke hatten die Bären verschiedene Gedanken. Während Andreas sich auf den Wind von hinten freute, war Tammo als Leichtgewicht schon zufrieden beim starken Seitenwind nicht einfach von der Straße geweht zu werden.

Auf der gesamten Strecke musste sich Tammo gegen starke Konkurrenz durchsetzten. Mit 1,5 Minuten Rückstand auf den Führenden vor dem Laufen lief Tammo so schnelles ging über die welligen Strand- und Waldstrecke und konnte bei km 7 die Führung übernehmen. Nach 1:55,21 Stunden stand Tammo als Sieger mit einem knappen Vorsprung fest. Andreas setzte alles auf seine Radstärke und konnte sich dort so positionieren, das er am Ende nach 2:24,12 Stunden Platz 3 in der M50 und Gesamtplatz 43 sicher hatte.


Hier der Rennverlauf aus Sicht des Gesamtsiegers:


Schon vor dem Rennen war absehbar, dass ernstzunehmende Konkurrenz am Start war. Man kennt sich gut genug, um schon zu ahnen, dass es ein ständiges hin und her in den Platzierungen auf dem Podium geben würde. Einige starke Schwimmer und Radfahrer würden in der zweiten Rennhälfte von den "Läufern" gejagt werden.

Nach dem Startschuss zeichnete sich schon früh ab, dass der Bundesligaathlet Stephan Reis aus Rostock in seiner Schokodisziplin Schwimmen das Zepter in die Hand nehmen würde. Mit langen Schritten übersprang er noch die Wellen, während ich Meter um Meter im Kampf gegen die Brandung verlor. Als es dann im tieferen Gewässer durch die gefühlt meterhohen Wellentäler ging, war für 20min der Kampf um die Platzierungen vergessen. Spass am "Wellenreiten" stand im Vordergrund und eine Orientierung innerhalb des Feldes war eh kaum möglich. Nach einigen letzten kräftigen Schlucken Salzwasser kam ich als vierter mit fast 2 Minuten Rückstand aus dem Wasser - mit einem langen Sprint durch den weichen Strandsand und einem schnellen Wechsel konnte ich mich bis zum Radstart immerhin schon auf Platz drei vorarbeiten.

Auf der Radstrecke dann das zu erwartende Bild: Von hinten stampfte Malte Diederichsen mit kraftvollen Tritten heran während ich versuchte, den Abstand zum Führenden Stephan Reis zu reduzieren. Überraschenderweise blieb der Vorsprung auf den  Mitfavoriten Marcel de Lannoy, der nicht seinen besten Radtag erwischte konstant. In Summe konnte ich einigermaßen konstant meinen Tritt halten und hatte zum Ende es Radfahrens als Dritter eine ordentliche Position für eine Attacke auf der Laufstrecke. Als Leichtgewicht war ich mit dieser Ausgangssituation mehr als zufrieden. Auf den windigen Seitenwindpassagen hatte ich bisweilen das Gefühl, von der Straße geweht zu werden...

Beim Laufen habe ich dann sofort auf Risiko gesetzt und bin sehr hart angegangen. Über 1:30 Minuten auf den Führenden Malte Diederichsen wollten schließlich erst einmal zu gelaufen werden. Die Laufstrecke selbst führte durch weichen Strandsand und in großen Teilen über einen winkligen Kurs in einem Dünenwäldchen - immer wieder gespickt mit knackigen Anstiegen fiel es allen Beteiligten schwer, ein gleichmäßiges Tempo zu finden. 3km vor dem Ziel hatte ich dann endlich den Führenden Stephan Reis vor mir und konnte mich mit einer Attacke an einer der steilen Rampen direkt absetzen. Bis zum Ziel blieb die am Ende zum Glück unbegründete Angst vor dem Einbrechen. Auf den Plätzen folgten mit Stephan Reis und Marcel de Lannoy die schon im Vorfeld erwarteten Kandidaten.


Jetzt schildert der 3.plazierte seiner AK das Rennen:


„Au weiah, sind die hoch!“ Der erste Gedanke beim Blick auf die aufgewühlte Nordsee am Strand von St. Peter-Ording. Der Zweite: „Ein Duathlon wär doch auch ganz nett“. Wieder Erwarten macht´s dann doch einen Heidenspaß. Das Schwimmen entlang der Küstenlinie hat was von Achterbahnfahren.

Der Weg in die Wechselzone elendig lang und elendig feinsandig. Dicke Beine schon beim Ausziehen des Neo.

Die Radstrecke norddeutsch flach und das Radfahren die Teildisziplin, die dem Triathlon in St. Peter den Namen verpasst hat. Aber irgendwann kommt er ja auch mal von hinten, der Wind. Und dann steht die 5 vorn auf dem Tacho. Wenigstens das kann ich. Und das spült mich im Teilnehmerfeld weit nach vorn. Keine Ahnung, wer meine Konkurrenten in der Altersklasse sind. Egal, alles mit grauen Schläfen (und nicht nur das) wird überholt. Leider sind manche der graumelierten Herren noch verdammt fix zu Fuß. Also musste ich noch einen von ihnen passieren lassen. Ein anderer war sowieso schon weg. Macht in Summe Gesamt 43. und 3. der Altersklasse. Und danach relaxt mit Tammo unter Sommersonne auf die Siegerehrung warten. Hat was.

Fazit: „Gegen den Wind“ ist speziell, aber gerade deshalb total schön. Lässt sich super mit einem Kurzurlaub verbinden und liegt in erträglicher Distanz zu Oldenburg. Es sei denn die Autobahnen rund um Hamburg sind verstopft. Über die Dörfer und mit der Fähre geht aber auch, selbst wenn der Landmann die Ernte einfährt. Nachmachen!



Breisgau-Triathlon in Malterdingen

 

Beim 25. Internationalen Breisgau-Triathlon in Malterdingen sind unsere Weltenbummler in Sachen Triathlon Olaf Geserick und Kai Sachtleber über die Mitteldistanz gestartet.

Geschwommen werden mussten 2 km im 24° warmen Müllersee, 80 km per Rad mit zum Teil knackigen Anstiegen und bei allen drei Radrunden ging es immer wieder durch die Innenstadt sowie abschließend 21km laufen. Morgens um 10 zum Start waren es angenehme 20° C und bis zum Laufen kletterte das Thermometer auf 27° C. Auch hier hatten die aktiven vom Schwimmausstieg bis zum Rad eine längere Laufpassage zu bewältigen.

Olaf verließ als 4. und Kai als 5. das Wasser. Auf der Radstrecke ging es mit knackigen Anstiegen bergauf, mit Serpentinen wieder Bergab und dazu blies auch noch ein kräftiger Wind. Auf den für Oldenburger ungewohnten Bergabpassagen mussten die beiden einige Konkurrenten ziehen lassen. "Mit einer Freiburger Konkurrentin wechselte ich mich in der Platzierung ab, weil ich schneller auf den flachen Gegenwindpassagen war," berichtete Kai nach dem Rennen. Olaf war nach dem Radfahren 12ter und Kai 8te. In der zweiten Wechselzone wurde von Helfern das Rad abgenommen und die Laufbeutel gereicht.

Ein paar gute Tipps wurden gleich mit auf den Weg gegeben: "mach die ersten 3 km locker und wenn Du nach der ersten Runde noch kannst, kannst Du Gas geben". So ging es auf die Laufstrecke. Die Laufstrecke begann mit einer leicht welligen 3 km Schleife auf kleinen asphaltierten Straßen, um dann steil ca. 1 km bergauf in eine Runde in die Weinberge. Hier wurde auch zum Teil auf grobem Schotter gelaufen. In dieser Steigung hängte Olaf zwei Konkurrenten ab, mit denen er zusammen auf die Laufstrecke gegangen war.

Schleife und Weinberg-Runde mussten zweimal absolviert werden, insgesamt 21 km. Auf der sehr selektiven Laufstrecke mussten an den Anstiegen einige Teilnehmer gehen. Kai musste beim Laufen zwei Frauen vorbeilassen, Olaf aber konnte einige Männer überholen. Beim Zieleinlauf auf dem roten Teppich wurde allen Aktiven ein lauter Empfang bereitet, denn das ganze Dorf schien den Triathlon zu feiern. Olaf wurde in 4:22:18 Stunden am Ende Erster in der M45 und Sechster Gesamt. Kai wurde in 5:14:57 Stunden Zweite in der AK 40 und 10. Gesamt. Beides tolle Ergebnisse für zwei Norddeutsche Flachländer!

 

Der 28. Bärentriathlon findet
am 25./26. August 2018 in
Bad Zwischenahn
statt


 
 
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